Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Knochenkrebs

Informationen für Betroffene und Angehörige
 
 
Therapie von Knochenkrebs

Zur Therapie von Knochenkrebs können Strahlentherapie, Chemotherapie und Operation eingesetzt werden. Bei der häufigsten Form von Knochenkrebs, dem Osteosarkom, werden in der Regel Operation und Chemotherapie angewandt. Bei sekundärem Knochenkrebs wird in der Regel die Strahlentherapie eingesetzt. Vor allem die Kombination von Radiofrequenz-Ablation und Strahlentherapie setzt sich aufgrund der Effektivität vermehrt durch. In der Regel sofortige und anhaltende Schmerzlinderung sprechen dafür. Bisphosphonate können verabreicht werden, um die Knochensubstanz zu erhalten und so Knochenbrüche zu verhindern. Die Chancen auf Heilung sind bei Knochenkrebs günstig. So liegt die Fünfjahresüberlebensrate bei ca. 70 Prozent.

Therapie von Knochenkrebs

Beim primären Knochenkrebs sind die üblichen Behandlungsoptionen Chemotherapie, Operation und Strahlentherapie, wobei i. d. R. Kombinationsbehandlungen angewandt werden. Neuere Untersuchungen zeigen, dass speziell an der Wirbelsäule die Kombination von Radiofrequenz-Ablation und Strahlentherapie besonders Effektiv in punkto sofortiger und vor allem anhaltender Schmerzreduktion ist (s.a. Di Staso et al. 2011, Hillen et al. 2014). Die Therapie richtet sich im Einzelnen nach Art und Größe des Tumors sowie danach, ob bereits Metastasen vorliegen oder nicht, und wird von den behandelnden Ärzten individuell auf den Patienten mit Knochenkrebs abgestimmt.

Therapie von Knochenkrebs: Osteosarkom

Da das Osteosarkom, die häufigste Form von Knochenkrebs, auf eine Strahlentherapie nur eingeschränkt anspricht, muss diese sehr hoch dosiert eingesetzt werden. Da eine solche Behandlung nicht für alle Patienten geeignet ist, sind die Einsatzmöglichkeiten der Strahlentherapie bei Osteosarkompatienten begrenzt. In der Regel wird daher eine Chemotherapie in Kombination mit einer Operation angewandt. Mittels einer neoadjuvanten (präoperativen) Chemotherapie wird versucht, den Tumor zu verkleinern. Anschließend wird im Rahmen einer Operation versucht, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen. Die Chemotherapie wird dann nach der Operation (adjuvant) weitergeführt. Gelingt es vor der Operation nicht, ein Ansprechen des Tumors auf die Chemotherapie zu erreichen, kann z. B. das Chemotherapeutikum gewechselt werden.

Ist das Osteosarkom noch nicht metastasiert, beträgt die Fünf-Jahres-Überlebensrate etwa 70 % und kann bei kleineren Tumoren in frühen Stadien noch höher liegen. Umgekehrt führt eine größere Ausdehnung des Tumors sowie Metastasenbildung zu einer Verschlechterung der Fünf-Jahres-Überlebensrate.

Therapie von Knochenkrebs: Knochenmarkskrebs

Beim Knochenmarkskrebs steht neben der Operation prinzipiell auch die Strahlentherapie zur Therapie des Tumors zur Verfügung. Ansonsten erfolgen Chemotherapie und Operation ähnlich wie beim Knochenkrebs. Mittels dieser Kombinationstherapie kann die Fünf-Jahres-Überlebensrate bis zu etwa 50-60 % betragen.

Therapie von sekundärem Knochenkrebs (Knochenmetastasen)

Bei Knochenmetastasen kann eine operative Stabilisierung der betroffenen Knochen notwendig werden, wenn aufgrund des Tumorbefalls eine Bruchgefahr droht. Zur Schmerzbehandlung kann u. a. die Strahlentherapie eingesetzt werden. Die Verabreichung von Bisphosphonaten ist häufig eine weitere Maßnahme mit dem Ziel der Knochenstabilisierung. Bei Knochenmetastasen (sekundärer Knochenkrebs) anderer Tumorarten ist die Prognose abhängig vom Primärtumor und eher schlechter als beim primären Knochenkrebs. Metastasen an der Wirbelsäule können vor allem mit dem neuen STAR™ Tumor Ablation System (DFINE Europe GmbH) behandelt werden, da alle anderen Therapiemethoden kombiniert werden können.

Vertebral_Body-STAR_Ablation-anatomic-1000x700px-72dpi-RGB-Step1Vertebral_Body-STAR_Ablation-anatomic-1000x700px-72dpi-RGB-Step2Vertebral_Body-STAR_Ablation-anatomic-1000x700px-72dpi-RGB-Step3Vertebral_Body-STAR_Ablation-anatomic-1000x700px-72dpi-RGB-Step4

Quelle: DFINE Inc., San Josè, CA, US.

Prognose bei Knochenkrebs

Insgesamt sind die Heilungschancen bei Knochenkrebs in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Im Einzelnen hängt es von der Art des Tumors, seinem Ausmaß und der Frage ab, ob Metastasen vorliegen. Bei einem Osteosarkom ist die Prognose besser, wenn der Tumor sich durch eine Chemotherapie vor der Operation verkleinern lässt. Liegen Lungenmetastasen bei Osteosarkomen vor, können betroffene Kinder in den meisten Fällen erfolgreich therapiert werden. Die Lungenmetastasen werden in den meisten Fällen mittels Operation entfernt. Beim Ewing-Sarkom, der zweit häufigsten Art von Knochenkrebs, wird meist im Anschluss an eine Operation zusätzlich eine Chemotherapie durchgeführt, um Metastasen z. B. in der Lunge zu vermeiden.

Auswirkungen der Operation von Knochenkrebs

In ca. 80 Prozent der Fälle können Arme oder Beine bei der Operation von Osteosarkomen erhalten werden. Der Verlust des Knochens kann meist durch Endoprothesen ausgeglichen werden.

08. November 2018
Eine gute Mundhygiene während der Krebstherapie ist wichtig, um Schleimhautenzündungen vorzubeugen.
  
17. Oktober 2018
Homöopathie kann bei Krebserkrankungen therapiebegleitend zur Behandlung von Nebenwirkungen eingesetzt werden.
  
10. Oktober 2018
Während einer Krebstherapie wird auch die Haut häufig in Mitleidenschaft gezogen und benötigt eine besondere Pflege.
  
12. September 2018
Antje Bach hat ihre Mutter während einer schweren Krebserkrankung begleitet und unterstützt heute an Krebs erkrankte Frauen.
  
29. August 2018
Wie wirkt sich eine Krebserkrankung auf das Leben aus? Eine Betroffene berichtet über ihre Erfahrungen mit der Diagnose Krebs.
  
Therapie Knochenkrebs

Zur Therapie von Knochenkrebs können Strahlentherapie, Chemotherapie und Operation eingesetzt werden. Bei der häufigsten Form von Knochenkrebs, dem Osteosarkom, werden in der Regel Operation und Chemotherapie angewandt. Bei sekundärem Knochenkrebs wird in der Regel die Strahlentherapie eingesetzt. Vor allem die Kombination von Radiofrequenz-Ablation und Strahlentherapie setzt sich aufgrund der Effektivität vermehrt durch. In der Regel sofortige und anhaltende Schmerzlinderung sprechen dafür. Bisphosphonate können verabreicht werden, um die Knochensubstanz zu erhalten und so Knochenbrüche zu verhindern. Die Chancen auf Heilung sind bei Knochenkrebs günstig. So liegt die Fünfjahresüberlebensrate bei ca. 70 Prozent.

Unter dem Begriff Knochenkrebs werden verschiedene Krebserkrankungen in den Knochen zusammengefasst. Beim primären Knochenkrebs geht die Entstehung von Knochenzellen aus. Als sekundären Knochenkrebs bezeichnet man Metastasen von anderen Krebserkrankungen, z. B. Brustkrebs oder Prostatakrebs, die sich im Knochen angesiedelt haben. Bei Knochenkrebs kann man die Art der Zellen unterscheiden, von denen der Knochenkrebs ausgelöst wird: Knochen, Knorpel oder Knochenmark.

Wenn Tumorzellen in die Knochen wandern, ist sehr häufig die Wirbelsäule betroffen (50-80%), was meist mit sehr starken Schmerzen einhergeht. Hier kann eine gezielte, lokale Therapie Linderung verschaffen. Eine mögliche Option ist die sogenannte STAR Tumor Ablation mit Radiofrequenz-Ablation.

Diagnose Knochenkrebs

Häufiges Symptom bei Knochenkrebs sind Schmerzen. Hat sich eine Schwellung in der Nähe von Gelenken gebildet, kann die Beweglichkeit eingeschränkt sein. Als erstes wird meist zur Diagnose von Knochenkrebs das Röntgen eingesetzt. Dadurch lässt sich schon ein Rückschluss auf die Knochensubstanz herstellen. Weitere bildgebende Verfahren wie Magnetresonanztomografie, Computertomografie, Angiografie oder Ultraschall können zum Einsatz kommen. Eine Biopsie ist insbesondere beim Ewing-Sarkom hilfreich. Auch eine Analyse des Blutes kann Aufschluss geben.

Bei sekundärem Knochenkrebs, Knochenmetastasen, kann es oft zu Knochenbrüchen kommen. Mittels Skelettszintigrafie kann das Knochengerüst sichtbar gemacht werden.