Therapie von Knochenkrebs
Beim primären Knochenkrebs sind die üblichen Behandlungsoptionen Chemotherapie, Operation und Strahlentherapie, wobei i. d. R. Kombinationsbehandlungen angewandt werden. Das Therapieregime richtet sich im Einzelnen nach Art und Größe des Tumors sowie danach, ob bereits Metastasen vorliegen oder nicht, und wird von den behandelnden Ärzten individuell auf den Patienten abgestimmt.
Da das Osteosarkom auf eine Strahlentherapie nur eingeschränkt anspricht, muss diese sehr hoch dosiert eingesetzt werden. Da eine solche Behandlung nicht für alle Patienten geeignet ist, sind die Einsatzmöglichkeiten der Strahlentherapie bei Osteosarkompatienten begrenzt. In der Regel wird daher eine Chemotherapie in Kombination mit einer Operation angewandt. Mittel einer neoadjuvanten (präoperativen) Chemotherapie wird versucht, den Tumor zu verkleinern. Anschließend wird im Rahmen einer Operation versucht, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen. Die Chemotherapie wird dann nach der Operation (adjuvant) weitergeführt. Gelingt es vor der Operation nicht, ein Ansprechen des Tumors auf die Chemotherapie zu erreichen, kann z. B. das Chemotherapeutikum gewechselt werden.
Ist das Osteosarkom noch nicht metastasiert, beträgt die Fünf-Jahres-Überlebensrate etwa 60-70 % und kann bei kleineren Tumoren in frühen Stadien noch höher liegen. Umgekehrt führt eine größere Ausdehnung des Tumors sowie Metastasenbildung zu einer deutlichen Verschlechterung der Fünf-Jahres-Überlebensrate.
Beim Knochenmarkskrebs steht neben der Operation prinzipiell auch die Strahlentherapie zur Beseitigung des Tumors zur Verfügung. Ansonsten erfolgen Chemotherapie und Operation ähnlich wie beim Knochenkrebs. Mittels dieser Kombinationstherapie kann die Fünf-Jahres-Überlebensrate bis zu 50-60 % betragen.
Bei Knochenmetastasen kann eine operative Stabilisierung der betroffenen Knochen notwendig werden, wenn aufgrund des Tumorbefalls eine Bruchgefahr droht. Zur Schmerzbehandlung kann u. a. die Strahlentherapie eingesetzt werden. Die Verabreichung von Bisphosphonaten ist häufig eine weitere Maßnahme mit dem Ziel der Knochenstabilisierung. Bei Knochenmetastasen anderer Tumorarten ist die Prognose abhängig vom Primärtumor und eher schlechter als beim primären Knochenkrebs.
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