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Knochenkrebs
Was ist Knochenkrebs?

Unter dem Begriff Knochenkrebs werden verschiedene Krebserkrankungen in den Knochen zusammengefasst. Beim primären Knochenkrebs geht die Entstehung von Knochenzellen aus. Als sekundären Knochenkrebs bezeichnet man Metastasen von anderen Krebserkrankungen, z. B. Brustkrebs oder Prostatakrebs, die sich im Knochen angesiedelt haben. Bei Knochenkrebs kann man die Art der Zellen unterscheiden, von denen der Knochenkrebs ausgelöst wird: Knochen, Knorpel oder Knochenmark.

Betroffen von primären Knochenkrebs sind vorwiegend Kinder und Jugendliche bis ca. 25 Jahre. Meistens erkranken Jungen häufiger. Die zwei häufigsten Formen von primärem Knochenkrebs sind das Ewing-Sarkom und das Osteosarkom.

Therapie Knochenkrebs

Zur Therapie von Knochenkrebs können Strahlentherapie, Chemotherapie und Operation eingesetzt werden. Bei der häufigsten Form von Knochenkrebs, dem Osteosarkom, werden in der Regel Operation und Chemotherapie angewandt. Die Chemotherapie kann bereits vor der Operation zur Verkleinerung des Tumors zum Einsatz kommen. Nach der Operation sollen mittels Chemotherapie noch vorhandene Krebszellen zerstört werden.

Bei sekundärem Knochenkrebs wird in der Regel die Strahlentherapie eingesetzt. Bisphosphonate können verabreicht werden, um die Knochensubstanz zu erhalten und so Knochenbrüche zu verhindern. Die Chancen auf Heilung sind bei Knochenkrebs günstig. So liegt die Fünfjahresüberlebensrate bei ca. 70 Prozent.

Diagnose Knochenkrebs

Häufiges Symptom bei Knochenkrebs sind Schmerzen. Hat sich eine Schwellung in der Nähe von Gelenken gebildet, kann die Beweglichkeit eingeschränkt sein. Als erstes wird meist zur Diagnose von Knochenkrebs das Röntgen eingesetzt. Dadurch lässt sich schon ein Rückschluss auf die Knochensubstanz herstellen. Weitere bildgebende Verfahren wie Magnetresonanztomografie, Computertomografie, Angiografie oder Ultraschall können zum Einsatz kommen. Eine Biopsie ist insbesondere beim Ewing-Sarkom hilfreich. Auch eine Analyse des Blutes kann Aufschluss geben.

Bei sekundärem Knochenkrebs, Knochenmetastasen, kann es oft zu Knochenbrüchen kommen. Mittels Skelettszintigrafie kann das Knochengerüst sichtbar gemacht werden.

Bei Knochenkrebs sind Zellen außer Kontrollen geraten und vermehren sich ungehindert. Warum diese Zellen entarten und sich unkontrolliert vermehren können, ist noch nicht abschließend erforscht. Es wird angenommen, dass eine genetische Veranlagung besteht. Auch Umwelteinflüsse, radioaktive Strahlung oder die Lebensweise können einen Einfluss auf die Entstehung von Knochenkrebs haben.

Osteosarkome entstehen oft bei Patienten, die unter einer gestörten Knochenstruktur leiden. So kann z. B. die Erbkrankheit Multiples Osteochondrom zum Entstehen von Osteosarkomen beitragen.

Was ist Knochenkrebs?

Bei Knochenkrebs handelt es sich um verschiedene Formen von Krebserkrankungen des knöchernen Gewebes. Man unterscheidet bei den bösartigen Formen nach der Abstammung des Tumors zwischen primärem Knochenkrebs, der seinen Ursprung in den Zellarten hat, die in den Knochen vorkommen, und sekundärem Knochenkrebs, der von Tumoren anderer Art (z. B. Brustkrebs, Prostatakrebs, Blasenkrebs, Lungenkrebs, Schilddrüsenkrebs, Nierenkrebs) abstammt und sich in den Knochen als Metastasen ansiedelt.

Häufigkeit von Knochenkrebs

Der sekundäre Knochenkrebs, der von anderen Tumoren abstammt und sich in Form von Metastasen in den Knochen niederlässt, ist deutlich häufiger. Betroffen sind überwiegend Menschen in der zweiten Lebenshälfte, Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen.

Eher selten ist der primäre Knochenkrebs. In Deutschland erkranken pro Jahr nur etwa 700 Personen daran, Personen weiblichen Geschlechts etwas seltener. Überwiegend betroffen sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Arten von Knochenkrebs

Grundsätzlich unterscheidet man bei den bösartigen Knochenkrebsarten zwischen Formen, die vom Knochen ausgehen (Knochentumoren, z. B. Osteosarkom), solchen, die vom Knochenmark ausgehen (Knochenmarkstumoren, z. B. Ewing-Sarkom) und jenen, die vom Knorpelgewebe ausgehen (Knorpeltumoren, z. B. Chondrosarkom). Das Osteosarkom ist meist oberhalb oder unterhalb des Knies lokalisiert. Es kann jedoch auch den Gesichtsschädel oder den Oberarm betreffen. Das Ewing-Sarkom befällt bevorzugt die Beine (Oberschenkelknochen, Schienbein, Wadenbein) oder Arme, kann jedoch z. B. auch im Bereich des Kreuzbeins, des Brustkorbs oder des Beckenknochens lokalisiert sein.

Knochengewebszerstörende (osteolytische) Tumorarten werden von knochengewebsaufbauende (osteoplastische) Tumorarten abgegrenzt. Es können auch Mischformen auftreten.

Ursachen für Knochenkrebs

Die Gründe, die zur Entstehung von Knochenkrebs führen, sind nicht hinlänglich bekannt. Personen, die eine Strahlentherapie oder eine Chemotherapie absolviert haben, können an Knochenkrebs erkranken. Der sekundäre Knochenkrebs entsteht aufgrund einer Krebserkrankung in anderen Organen. Dort siedeln sich Tumorzellen ab und wandern über Blut oder Lymphe in die Knochen und bilden dort Metastasen.

Knochenkrebs: Osteosarkom

Das Osteosarkom ist die häufigste Form von Knochenkrebs bei Kindern und Jugendlichen. Besonders männliche Teenager sind betroffen. Auch bei Erwachsenen bis zum 25. Lebensjahr kann diese Art von Knochenkrebs vorkommen. Häufig befallen sind Knochen des Oberarmes oder des Beines. Symptome, die auf ein Osteosarkom hindeuten können, sind Schwellungen in der betroffenen Region und Schmerzen.

Knochenkrebs: Ewing-Sarkom

Das Ewing-Sarkom betrifft ebenfalls häufig Kinder und Jugendliche. Meist sind diese zwischen zehn und 25 Jahre alt. Jungen und junge Männer sind etwas häufiger von Knochenkrebs betroffen. Schmerzen und Schwellungen können ebenso Symptome dieser Art von Knochenkrebs sein wie Fieber, Schwäche/Abgeschlagenheit oder Schüttelfrost.

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