Was ist Knochenkrebs?
Bei Knochenkrebs handelt es sich um verschiedene Formen von Krebserkrankungen des knöchernen Gewebes. Man unterscheidet bei den bösartigen Formen nach der Abstammung des Tumors zwischen primärem Knochenkrebs, der seinen Ursprung in den Zellarten hat, die in den Knochen vorkommen, und sekundärem Knochenkrebs, der von Tumoren anderer Art (z. B. Brustkrebs , Prostatakrebs, Blasenkrebs, Lungenkrebs, Schilddrüsenkrebs, Nierenkrebs
) abstammt und sich in den Knochen als Metastasen ansiedelt.
Der sekundäre Knochenkrebs, der von anderen Tumoren abstammt und sich in Form von Metastasen in den Knochen niederlässt, ist deutlich häufiger. Betroffen sind überwiegend Menschen in der zweiten Lebenshälfte, Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen.
Eher selten ist der primäre Knochenkrebs. In Deutschland erkranken pro Jahr nur etwa 700 Personen daran, Personen weiblichen Geschlechts etwas seltener. Überwiegend betroffen sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
Grundsätzlich unterscheidet man bei den bösartigen Knochenkrebsarten zwischen Formen, die vom Knochen ausgehen (Knochentumoren, z. B. Osteosarkom), solchen, die vom Knochenmark ausgehen (Knochenmarkstumoren, z. B. Ewing-Sarkom) und jenen, die vom Knorpelgewebe ausgehen (Knorpeltumoren, z. B. Chondrosarkom). Das Osteosarkom ist meist oberhalb oder unterhalb des Knies lokalisiert. Es kann jedoch auch den Gesichtsschädel betreffen. Das Ewing-Sarkom befällt bevorzugt die Beine (Oberschenkelknochen, Schienbein, Wadenbein), kann jedoch z. B. auch im Bereich des Kreuzbeins oder des Beckenknochens lokalisiert sein.
Knochengewebszerstörende (osteolytische) Tumorarten werden gegen knochengewebsaufbauende (osteoplastische) Tumorarten abgegrenzt. Es können auch Mischformen auftreten.
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